Reisebericht Bulgarien Juli 2016

Sofia- Plovdiv- Hisarya- Stara Zagora und zurück

 

Es hat einige Tage gedauert, bis ich anfing den Bericht über unsere Reise nach Bulgarien zu schreiben.

Es sind immer so viele Eindrücke und gemischte Gefühle, mit denen wir immer dieses „Projekt“ beenden.

Aber nun bin ich gefestigt und möchte euch wieder einen Teil meiner Eindrücke weitergeben.

Dasselbe Team wie im letzten Jahr, Nicole, Fatima und ich begaben uns wieder auf die Reise, im Namen der Tiere.

Wir kamen am Donnerstag gegen späten Nachmittag an, fuhren dann noch zum Kaufland um Futter für unsere abendlichen Streunerrunden zu besorgen und anderen Tieren, denen man begegnen und versorgen könnte.

Der erste Tag ging dann recht schnell rum und am zweiten Tag standen unsere lieben Einzelkämpfer Pepa und Silvia auf dem Plan.

Pepa in Hisarya, immer wieder ein Vergnügen eine Straße zu finden. Ihr müsst wissen, die Bulgaren orientieren sich nicht nach Straßennamen, sie kennen dort die Leute und die Häuser :) Obwohl, auch nicht immer *Lach*

Naja, Ende vom Lied war, dass Pepa uns dann abgeholt hat und wir konnten wieder ihre wunderbaren süßen Katzen und Hunde kennenlernen.

 

Sie hat zwei neue Hundewelpen- Bonnie und Clyde- die ein Zuhause suchen. Ihr erinnert euch vielleicht an einen post, den Pepa vor einiger Zeit  bei facebook veröffentlicht hatte. Diese Welpen wurden einfach in einer Mülltonne entsorgt :(

Die beiden sind wirklich herzallerliebst, also wenn jemand helfen kann bei der Vermittlung meldet euch bei uns.

Sie sind etw 3 Monate alt, entwurmt, geimpft, gechippt und ausreisebereit.

Und hier sind sie....:)

In der Garage selber waren dann einige kitten, die schon separiert werden mussten aufgrund Panleukopenie. Sie haben es leider auch nicht geschafft :(

Diese verdammte Katzenseuche ist immer so schwierig in den Griff zu bekommen und Pepa sackt dann jedes Mal in ein schwarzes Loch, weil sie so sehr mitleidet.

Zum ersten Mal haben wir auch den Raum gesehen, in dem die anderen Katzen versorgt werden. Es sind so viele, die hübsche rot-weiße Lucinda, Tommy, Sammy, Cooper und und und.  Es sind bestimmt an die 15 insgesamt und einer süßer als der andere.

Wir haben Futter, Vitaminpasten, Spielzeug und etwas Geld übergeben, kurz im Cafe gesessen und geredet. Pepa ist eine so liebevolle und herzliche Person und es schmerzte so sehr, sie zu verlassen und eigentlich in dem Moment gar nichts mehr tun zu können.

Nun, die Zeit verging wie im Flug und wir brachen Richtung Stara Zagora auf. Silvia und ihre Katzen wollte ich unbedingt kennenlernen, wir hatten bisher ja immer nur via Nachrichten Kontakt.

Nachdem wir ziemlich lange unterwegs waren- denn auch hier war die Straße nicht grade einfach zu finden- konnten wir uns endlich die Füße vertreten und Silvia nahm uns in Empfang.

Es war schön, endlich auch ein Gesicht und eine Stimme zu den Nachrichten zu haben :)

Ich kannte die Katzen immer nur von der Homepage und nun hatte ich die Gelegenheit alle persönlich kennenzulernen. Auch die Tochter von Silvia war da und sie erklärten uns alles, vor allem wer ist wer *Lach, auf den Fotos sah die ein oder andere Katze doch etwas kleiner oder größer aus.

Aber auch hier, alle sind sie herzallerliebst. Black Pearl, Ella, der kleine behinderte Lucky, Rosie, Josie, Felix- übrigens ein ganz aufgeschlossener ;), die drei grau getigerten die am Container gefunden wurden, Granny Mara, Laila und und und…

Keny war leider in der Klinik zur Behandlung ihrer Zähne, aber Goshko und Viktor waren da. Hach, was soll ich sagen…einfach nur süß…

Auch hier haben wir Futter, Vitaminpasten, etwas Geld  und einiges anderes da gelassen.

Auf dem Rückweg war ich sehr nachdenklich und auch dieser Tag wird wohl noch lange in meinem Kopf verweilen.

 

Wir haben in diesen 5 Tagen dann auch wieder die Auffangstation in Plovdiv besucht und alle lieben Menschen wie Lilly, Galja, Vlado und Annie haben sich gefreut uns wiederzusehen und auch hier gab es viele Neuigkeiten. Das Katzenhaus mit schönem Auslauf sieht toll aus und der Bau der Station geht zwar langsam aber stetig voran.

Was ich ganz besonders toll fand, war die Kastrationsstation in Plovdiv, sie wird gesponsort von der Organisation Welttierschutzgesellschaft und es können durch deren Hilfe viele viele tausende Katzen dort kastriert werden.

 

Genau solche Projekte sind so immens wichtig im Ausland, denn nur so kann die Überpopulation in den Griff bekommen werden.

Außerdem konnten wir noch Nelly- eine Freundin von Lilly besuchen- die sich auch um Streunerkatzen und Hunde kümmert. In der Wohnung ihrer Tochter leben ca. 8 kitten, auch hier wieder einfach nur Zucker :)  3 Hunde werden an einem anderen Ort versorgt, von einem jungen Mann und auch dort haben wir Futter hinterlassen und einem Pferd Wasser gespendet.

In Bulgarien ist es nämlich leider normal, dass die Arbeitspferde entweder an Ketten oder Seilen irgendwo im Gras abgestellt werden. Oftmals haben sie kein Wasser und müssen dort den ganzen Tag verweilen. Ach, es ist manchmal einfach nur traurig :(

Ein Tierheim mit vielen tollen freiwilligen Helfern haben wir ebenfalls besucht, die Tiere dort sehen soweit gut aus und werden versorgt.

Aber auch diese sind alle auf der Suche nach einem Zuhause….

Abends haben wir dann wie üblich unsere Streunerrunde gedreht, obwohl uns auffiel dass nicht sehr viele Hunde unterwegs waren. Katzen in Mengen, aber Hunde sehr wenig. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, welchen Grund das gehabt haben könnte.

Nun, ich könnte noch so viel schreiben aber das würde dann wohl den Rahmen sprengen :)

Ach und liebe Maria: Nächstes Jahr bist du wieder mit dabei ;)

 

Was ich aber definitiv noch sagen möchte, was mir MAL WIEDER sehr deutlich bewusst wurde in dieser Zeit:

Es gibt Menschen, die haben NICHTS und geben ALLES!

Ihr könnt euch nicht vorstellen, welche Armut wir wieder kennenlernen mussten. Menschen wie Pepa, Silvia, Galja, Vlado, Lilly, Nelly oder auch einige andere tolle Helfer in Bulgarien investieren ihr Geld nicht in Kleidung, schicke Autos oder tolle Technik..

Nein, sie helfen den Tieren und Menschen vor Ort.

Sogar Menschen, die wir nur ein/ zweimal gesehen haben freuen sich über jede Art von Unterstützung und selbst erwachsene Männer konnten ihre Tränen nicht verbergen, es war wirklich teilweise sehr bewegend.

 

Ich ziehe den Hut davor und bin mächtig beeindruckt, Danke für euren Einsatz und Danke, dass es euch gibt!

Jeden Tag wache ich auf und danke Gott dafür, so ein Leben wie meins leben zu dürfen. Denn das ist nicht selbstverständlich!

 

Und genau darum ist es so wichtig und für mich mittlerweile eine kleine Lebensaufgabe geworden, anderen von meinem Leben etwas abzugeben.

Es tut mir nicht weh zu helfen, im Gegenteil. Es macht mich glücklich und ich werde nicht damit aufhören!

Denn jedes Leben hat einen Wert und jedes Leben hat es verdient so behandelt zu werden, wie man selbst behandelt werden möchte.

 

Findet ihr nicht auch?

So, jetzt wische ich mir eben ein Tränchen weg und beende meinen Bericht mit einem kleinen Apell:

 

Wenn ihr den tollen Einzelkämpfern mit ihren Katzen und Hunden helfen möchtet und ein paar Euros entbehren könnt, dann sehr gerne…

 

Entweder hier oder direkt an die Mädels via paypal oder ihr schickt etwas über http://www.zooplus.com/  nach BG.

 

P.S. Was unsere Mädels ganz besonders gut gebrauchen können, sind diese Flauschdecken von Ikea. Sie sind nicht so dick und trocknen daher schnell nach dem Waschen :)

Wenn ihr also ein paar Euros spenden möchtet, kaufen wir diese hier in DE und schicken sie dann gesammelt runter.

Danke!

 

Ich danke euch!

Für eure Zeit, euer Mitgefühl und eure Hilfe !

 

…..

Reisebericht Bulgarien Mai 2015

Sofia-Plovdiv-Hisarya und zurück

 

Heute möchte ich euch eine kleine Geschichte erzählen:

Wir Mädels... ich Nicole, Nicole (Namensvetter ;)) von der Tierhilfe KowaNeu und Fatima im Juni 2015 unterwegs im Namen der Tiere.

Eine 5 tägige Bulgarienfahrt mit Höhen und Tiefen, mit Leid und mit Freude und beides ist so nah beieinander.

Aber beginne ich von vorne: Es ist nun meine 3. Fahrt nach Bulgarien gewesen und wie immer sind wir in Sofia gelandet. Es war Samstagmittag, die Sonne schien und es war ein sehr idyllischer Tag. Wir trafen Maria am Flughafen; Maria kümmert sich um die Streunerkatzen in Sofia; wir tranken und aßen etwas in einem Café.

Sie erzählte uns News von ihren Katzen und dann fuhren wir in die Tierklinik in der einige Katzen von der animal hoarderin auf ihre Kastration warten.

Wir überreichten ihr Futter und Medikamente und Nicole von der Tierhilfe KowaNeu noch eine sehr großzügige Spende für die Tierarztkosten. Vielen Dank nochmal dafür, Maria freute sich riesig!

Auf dem Rückweg erzählte uns Maria wie schwierig und verheerend die Situation der Streuner in Bulgarien sei. Viele der Bewohner lassen ihre Tiere nicht kastrieren, da sie es einfach nicht verstehen können, warum dies notwendig ist. Viele verschließen vielleicht auch einfach nur die Augen.

Darum ist es umso wichtiger Aufklärungsarbeit zu betreiben und Kastrationsprogramme durchzuführen. Und genau dafür sind Spenden so enorm wichtig, denn Maria und all die anderen Kämpfer, die sich für die Streuner einsetzen, zahlen alles aus eigener Tasche und sind oft am Ende ihrer Kräfte.

Alles in allem war es ein sehr schöner Tag, der sich dann aber auch dem Ende neigte und wir verabschiedeten uns von Maria.

 

Am nächsten Tag stand die Auffangstation in Plovdiv auf dem Plan. Dort sind derzeit etwa 50 Hunde beherbergt und 2 Katzen. Ein neues Katzenhaus ist grade im Aufbau und so packten wir Mädels tatkräftig mit an. Es mussten Holzpanäle versiegelt werden, wie viele? Gefühlte 500 ;) Aber es machte wie immer Spaß und außerdem ist es für einen guten Zweck.

Abends saßen wir noch in unserem Lieblingsrestaurant zusammen, haben gegessen und den Tag revue passieren lassen.

 

Am Montag sind wir zu Pepa gefahren, eine Einzelkämpferin in Hisarya. Wir haben sie euch bereits vorgestellt.

Auch sie haben wir letztes Jahr schon kennenlernen können und auch sie ist wie Maria, Tanya und Sylvia eine tolle Persönlichkeit die einfach nur ihr letztes Hemd gibt für die Tiere.

Ihre Katzen leben in einer Garage in ihrem Hinterhof, mit einem kleinem Fenster und viel zu viel Schrott der dort eigentlich nicht hingehört.

Aber ihre Mittel sind sehr begrenzt und so muss sie mit dem Wenigen, was sie besitzt das Beste herausholen. Die Menschen in dem kleinen Dorf kennen Pepa schon und wissen wie hingebungsvoll sie sich um die Tiere kümmert und so werden ihr die Katzen schon mal auch direkt in die Arme gedrückt mit dem Kommentar: „Nimm sie oder sie werden ertränkt“. Und natürlich nimmt Pepa sie, lässt sie tierärztlich versorgen und versucht sie selbst zu vermitteln. Aber das ist gar nicht so einfach, zumal sie keinerlei Hilfe oder Unterstützung erhält. Sei es von einem Verein oder Freunden, sie steht völlig alleine da und auch sie stößt sehr oft an ihre Grenzen.

Sie versorgt derzeit 10 Katzen in der Garage, darunter 3 kitten und am notwendigsten benötigt sie Futter, eine Kratztonne, Spielzeug oder Körbchen.

Wir sind mit ihr zu ihrem Tierarzt gefahren, haben dort Spenden in Form von OP Material übergeben und auch hier kam wieder eine tolle Spende von der Tierhilfe KowaNeu für tierärztliche Behandlung.

Pepa war überglücklich!

 

Danach fuhren wir in die Stadt, tranken und aßen und um uns herum etliche Streuner, auf der Suche nach Futter.

Und da stand plötzlich eine kleine Hündin, bettelte um Futter, sie humpelte und sah ziemlich angeschlagen aus. Nicole und ich beschlossen kurzerhand sie mit zu Galia und Vlado in die Auffangstation zu nehmen um sie versorgen zu können.

Und so begann das Projekt „ Hund helfen“. Der Tierarzt von Pepa war so nett und brachte uns noch ein Halsband und eine Leine und wir lockten die kleine Maus erstmal von dem Restaurant und den vielen Leuten weg, denn diese begannen schon seltsam zu schauen und mit dummen Kommentaren nach uns zu werfen. Wir verstanden zwar kein bulgarisch, aber das es keine netten Worte waren, konnten sogar wir heraushören.

So steuerten wir einen kleinen Park an, die Hündin und noch einige andere folgten uns brav, aber sobald wir versuchten ihr das Halsband anzulegen lief sie weg. Sie kam jedoch immer wieder und wich uns nicht von der Seite. Viele Versuche schlugen fehl, bis Pepa die Idee hatte ihr ein leichtes Beruhigungsmittel zu geben. Das verabreichten wir ihr dann in kleinen Wurststückchen, welche sie natürlich hungrig annahm.

Nachdem sie uns dann immer noch kreuz und quer durch Hisarya gescheucht hatte, fing das Mittel endlich an zu wirken. So konnten wir sie dann in das Auto bringen und fuhren auf direktem Wege nach Plovdiv.

Nach etwa einer Stunde Fahrt kamen wir an, Sari- auf diesen Namen tauften wir sie- war wieder etwas wacher. Sie schaute ganz neugierig und auch die Erstversorgung (Entwurmungstabletten, Spot on und die Versorgung ihrer Wunden) ließ sie ganz ruhig und lieb über sich ergehen.

Wir brachten sie dann zu einem ganz lieben anderen Hund in einen Raum. Später sah ich nochmal  nach ihr und verbrachte dort einige Zeit. Sie lag die ganze Zeit auf meinem Schoß und war ganz friedlich.

Am Abend aßen wir alle noch gemeinsam beisammen und besprachen den Tierarzttermin für Sari am Mittwoch.


Dienstag war ebenfalls ein sehr ereignisreicher Tag. Wir besuchten mit zwei anderen engagierten bulgarischen  Mädels drei verschiedene Katzen-und Hundekolonien in Sofia.

Mit einem Jeep und einer vollen Wagenladung Futter fuhren wir die einzelnen Stationen ab und übergaben das Futter, die Mädels versorgten die Streuner mit weiteren Behandlungen und Nicole, Fatima und ich halfen so gut es ging. Wir machten sehr viele Fotos und wieder einmal wurde uns bewusst, dass die Menschen in Bulgarien, die sich den Tieren verpflichten auf jeglichen Luxus verzichten. Alles kommt den Tieren zugute und dieses Alles ist leider immer noch zu wenig.

Darum ist auch hier wieder die Hilfe dringend notwendig, denn ohne diese beiden und den Spenden toller Menschen wären diese Streuner verloren.

 

Am Mittwoch fuhren wir dann wie besprochen mit Sari zum Tierarzt, sie wurde untersucht, geimpft und bekam ihren Chip. Und die ganze Zeit war sie ganz lieb und suchte Streicheleinheiten- die sie natürlich dann von uns allen bekam :)

In diesem Moment entschied ich mich dazu, Sari zu adoptieren und ihr ein Zuhause zu schenken. Ich wollte dieser traurigen Seele helfen. Klar, es ist nur eine. Aber wie heißt es so schön: Wenn du ein Tier rettest, veränderst du nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!

An dem Abend dieses letzten Tages aßen wir alle gemeinsam nochmal zusammen und der Abschied war nahe.

Auch hier flossen- eigentlich wie immer- Tränen und wir drückten uns alle ganz herzlich.

Bis zum nächsten Jahr, dachte jeder von uns!

 

Und was wir alle mitnehmen? Ganz einfach…

Es gibt Menschen in Bulgarien, Menschen wie Galia und Vlado, Lilly, Ani und Ralli (die Kinder von Galia und Vlado), Maria, Pepa sowie auch Tanya und Sylvia (die beiden konnten wir leider nicht kennenlernen, die Zeit war einfach zu kurz), die ihr letztes Hemd für die Tiere geben.

Sie verzichten auf jeglichen Komfort und Luxus, damit sie den Tieren ein besseres und schöneres Leben ermöglichen können.

Und dabei sind sie noch einer der liebenswürdigsten und tollsten Menschen, die wir kennenlernen durften.

Danke, denn ihr helft uns dabei weiter zu kämpfen. Weiter zu kämpfen für all die Tiere da draußen, die uns brauchen!

 

Bitte helft auch ihr uns weiterhin, damit wir die Welt verbessern und den Tieren den Sonnenschein schenken können.

 

oder mit Paypal:

Hunger haben die bulgarischen Strassenkatzen immer - wir freuen uns über Geldspenden!

 

Oder Sie bestellen über einen der folgenden Button, dann bekommen wir eine kleine Vergütung

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