Walgeschichten

Doch ja - richtig gelesen ... ;-) denn genau um das geht es grundsätzlich mit dieser HP, Tieren in Not helfen, Schwerpunkt bulgarische Strassenkatzen.

Doch kann ich mich einfach nicht zurückhalten wenn ich von so viel himmelschreiender Ignoranz erfahre wie gestern auf einer whale-watching Tour in der Flensburger Förde. Ja wieder richtig gelesen - sowas gibt es auch bei uns hier in DE. Nicht nur in Alaska und Australien, auch wir haben unsere Wale, genauer gesagt Schweinswale in der Ostsee. Die nun massiv in ihrem Lebensraum bedroht sind. Von einer Fischerei die in den Meeresschutzgebieten völlig legal ihre Stellnetze kilometerlang ausbringen, in denen viele Wale ertrinken,  von einer Landwirtschaft die ebenso legal ihre Sch.... ok manche sagen Gülle, das klingt so hübsch nach Dünger, in Megamengen auf die Felder verklappen, das alles verseucht unser Trinkwasser und landet irgendwann in der Ostsee. Ein Tourismus der Jetski und Schnellboote erlaubt, eben auch wieder in den Schutzgebieten die ihren Namen nicht ansatzweise verdienen. Gerade diese Jetskies produzieren Lärm wie Maschinengewehrsalven unter Wasser. Diese angeblichen Schutzgebiete sind nur ein hübsches Mäntelchen das kaschieren soll dass die Regierung nichts aber auch rein gar nichts für den Schutz der Ostseebewohner tut. Im Gegenteil, im zuständigen Klöcknerministerium werden massiv die Interessen der Industrie, Landwirtschaft und Fischerei vertreten. Kein Mensch interessiert sich da für den Schutz der Wale.

Dazu kommt dass eine Marine vor der Küste Sprengversuche unternimmt, bei denen in den Häusern der Küstenorte die Regale von der Wand fallen. Um wieviel schlimmer muss es da unter Wasser sein! Eine Professorin in Büsum bei der jeder tote Schweinswal auf dem Seziertisch landet sagt dass jeder! Wal hörgeschädigt ist.

 

So viele protestieren wenn in Japan Wale brutalst abgeschlachtet werden aber wer hat mitbekommen dass letztes Jahr auf Fehmarn 40!! Schweinswale tot angeschwemmt wurden?!

So wichtig die weltweiten Proteste sind aber BITTE vergesst nicht unsere Wale. Sie brauchen Öffentlichkeit und massive Proteste. Die haben zumindest dazu geführt dass die Marine wenigstens gesprächsbereit ist, nach Jahren der Ignoranz.

Der NABU wäre schon zufrieden wenn wenigstens saisonal Einschränkungen gelten, d.h. Kontrolle des Schiffsverkehrs in den Meeresschutzgebieten, keine Sprengungen und vor allem keine Stellnetze in Schutzgebieten; keine Stellnetze in den Sommermonaten in den besonders gefährdeten Gebieten, wo Kälber zur Welt kommen und unterwegs sind. 

Die Ostsee ist sowieso schon halbwegs leergefischt - denken die Fischer vielleicht mal darüber nach?  Wenigstens da könnten wir wirklich von den USA lernen, da darf nur streng kontrolliert in Walgebiete eingefahren werden, limitiert und mit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit. Ich habe noch die Rangerin im Ohr die einem Schiff dass sich bei Einfahrt in die geschützte Glacier Bay/Alaska bei ihr melden musste, sagte: you are in whale waters now! Sie sind jetzt in Walgewässern! Das sollte eigentlich über der gesamten Ostsee stehen.

 

Wer sich weiter über die Schweinswale informieren will

 

und über die whale watching Touren die zwar ausgebucht sind aber man kann auch von Land die Wale beobachten

 

über die Sprengungen der Marine

 

Manche mögen einwenden, warum die Bootstouren, stört das nicht die Wale? Nein, diese Touren werden verantwortungsbewusst durchgeführt und wie anders soll man Menschen informieren? Deshalb auch dieser Blog - bitte verbreitet es weiter dass es auch bei uns Wale gibt die vom Aussterben bedroht sind, die Hilfe brauchen. Macht Druck bei den Behörden, der Marine, unterschreibt Petitionen. Doch ja das hilft! Selbst der Bauernverband hat jetzt seufzend festgestellt dass es in der Bevölkerung eine breite ökologische Bewegung gibt, der Rechnung getragen werden muss. Na - geht doch .... 

 

All diese Informationen stammen von Dagmar Struss, die neben ihrem Job beim NABU (Öffentlichkeitsarbeit für Schweinswale und Meeresschutz), die whale watching Touren zusammen mit Jan, dem whale spotter, ehrenamtlich macht. 

 

Irgendwie werden die wichtigen Dinge in diesem Land von Vielen ehrenamtlich gemacht ... aber das ist dann wieder ein anderes Thema.

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