Manche Lichter wollen woanders scheinen ...

Unser durchschnaufen hat nicht lang gedauert - heute früh ist Joschi in der Klinik gestorben. Wir waren so hoffnungsvoll, er wurde sehr schnell behandelt und er war kein kleines Kitten mehr. Heute morgen hat der kleine Sonnenschein aufgegeben. 

Sylvia ist am Boden, es sind einfach zu viele Tote, sie schreibt mir, sie verkraftet das immer schlechter ... uns geht es nicht anders, man gewöhnt sich nie daran.

 

Eine Verschnaufpause hat sie nicht, heute werden ihr Sunny mit Kitten gebracht, nach der Tierklinik können sie zu Ivelina

Soweit die Planung, im Moment als ich das hier schreibe funkt mich Sylvia über den messenger an, sie muss mit dem Taxi (15 €) nach Chirpan fahren, die bisherige Pflegestelle, sprich deren Mann bringt die Katzen nicht in die Box!!! Hallo!!!! 

Sylvia ist seit gestern Abend unruhig weil sie entgegen der Absprachen nichts mehr hört. Sie will die kleine Familie nicht weitere 10 Tage dort allein im Schuppen lassen, es wird nachts schon kalt in Bulgarien.

 

Dabei bräuchte sie dringend mal eine Pause um sich wieder neu zu sortieren ... so geht es uns allen immer wieder!

 

Ehrlich gesagt, habe ich lange überlegt ob ich das hier schreiben soll aber ... wir alle machen diese Arbeit unentgeltlich in unserer Freizeit (was ist das??). Wir alle haben noch unser ganz eigenes Leben an der Backe und doch gibt es so Menschen die ganz selbstverständlich voraussetzen dass wir 24/7 zur Verfügung stehen. Ich meine, mails und Nachrichten auf unseren Anrufbeantwortern gern 24/7.

Ansonsten brauchen auch wir unseren Rückzug um diese Arbeit überhaupt weiter machen zu können. Also diejenigen, die so selbstverständlich annehmen, dass wir Freitag Abend um 21 Uhr Zeit und Lust für lange Telefongespräche haben nur um zu erfahren was wir schon xmal gehört haben, nämlich meine Katzen machen dies und das (Katzen die nicht von uns sind!) und ständig Hilfe wollen, alle Vorschläge beantworten mit: ja aber ... diejenigen, die genauso selbstverständlich voraussetzen dass wir JETZT UND SOFORT Zeit für ihre Forderungen haben, die wir schon mal abgelehnt haben und ... und ... diese Menschen bitte ich wirklich herzlich, künftig ihre eigene Kreativität und Kompetenz zu entfalten um ihre Probleme zu lösen.

 

All die anderen, die per mail fragen wann ich Zeit für ein Telefongespräch habe oder ob sie mich überhaupt was fragen dürfen ... diese superlieben Menschen, die uns so toll unterstützen, die sind hier nicht gemeint! 

 

Eine ganz liebe Sponsorin, Angestellte von 6 bulgarischen Katzen, hat mir neulich gesagt: wenn du dein eigenes Leben wieder mal triffst, sag einen schönen Gruß von mir! Ich werds ausrichten ...

 

Zum Schluss für diese Woche ein sehr emotionales Gedicht, dass ich auf Facebook bei Tanja Lange gefunden habe:

 

Still und leise,
es war ein Engel auf der Reise.
Sie wollte nur ganz kurz bei uns sein,
warum sie ging, weiß Gott allein.
Sie kam von Gott, dort ist sie wieder.
Sie sollte nicht auf unsere Erde nieder.
Ein Hauch nur bleibt von ihr zurück.
In Unseren Herz ein großes Stück.
Sie wird für immer bei uns sein
vergessen sie nicht, sie war so klein.
Geht nun ein Wind an mildem Tag,
so denken wir : Es war Ihr Flügelschlag.
Und wenn wir uns fragen: Wo mag sie sein?
So wissen wir : Engel sind niemals allein.
Sie kann jetzt alle Farben sehn,
und barfuss durch die Wolken geh`n.
Bestimmt lässt sie sich hin und wieder
bei anderen Engelkindern nieder.
Und wenn wir sie auch sehr vermissen
und weinen, weil sie nicht mehr bei uns ist,
so denken wir : Im Himmel, wo sie nun ist
erzählt sie stolz: Ich wurde und werde geliebt 

 

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