In Dubai ist es gerade ungemütlich. Schwer die Lage vom deutschen Sofa aus zu beurteilen. Viele vor Ort sagen, kein Ding, die Luftabwehr funktioniert 1A, andere versuchen in Panik das Land zu verlassen. Das ist das eine, das andere ist die unfassbare Welle an Häme die durch die deutschen social networks schwappt. Von Leuten die sich vermutlich nicht ansatzweise einen Aufenthalt in Dubai bzw. den Emiraten leisten könnten. Übersehen dabei dass viele dort gestrandet sind die von Fernost kamen und einfach nur einen Stop in Dubai hatten. Einer der grössten Hubs der Gegend, da gehen jeden Tag Hunderttausende durch. Aber die deutschen Neider könnten sich einen Aufenthalt in Fernost vermutlich noch weniger leisten also wird gehetzt ohne Ende. Ich kenne das zu gut, als junge Frau ständig unterwegs, bis Mittag gearbeitet, dann sofort zum Flughafen, Urlaub eh immer zu wenig. Schmuck in Dubai, Mode in Mailand gekauft ... und hatte dann so dröge Kolleginnen die nicht aus DE weg kamen. Der eine Ehemann wollte einfach nicht reisen, selbst Italien ne danke. Der andere so alt das jeder Ausflug im 8 km entfernten Naherholungsgebiet endete. Und ich überall auf der Welt unterwegs ... da wurde intrigiert ohne Ende.
Es hat sich nichts geändert. Diese Neider würden nicht ansatzweise nur einen Job in UAE bekommen, tja wenn die Trauben zu hoch hängen.
Das Neueste ist nun das angeblich tausende von Haustieren von den bösen Influencern auf die Strassen von Dubai gesetzt werden oder wahlweise in den Wohnungen verhungern. Abgesehen davon dass es soviel Influencer da gar nicht gibt, die meisten der Europäer dort ganz einfach weiter arbeiten, finde ich keine seriöse Quelle die das bestätigt. Jeder schreibt den Text eines Campaigners ab dessen Website eine Spendensammelseite ist. Ach ne ...
Kleiner Tipp: prüft bitte genau wo Ihr Spenden hinschickt. Für viele ist dieser Krieg, der auch ein Krieg der Informationen ist, einfach nur eine Möglichkeit Geld zu verdienen.
Das Problem bei allen Berichten ist, dass die allerwenigsten hier die Verhältnisse vor Ort kennen und alles glauben. Ein längeres Statement auf X, eigentlich ganz vernünftig aber dann: eine Kollegin hat sich bis in den Oman durchgeschlagen. Boaaa was ein Krampf, setz dich in ein Taxi, fahr 4 Stunden über normale Strassen, Grenzkontrolle, ab in den Flieger. Ab Maskat flogen die ganze Zeit Flieger nach Europa.
Dann eine die eine Kollegin in Jordanien hat die fluchtartig das Land verlassen hat, die Katzen konnte sie leider nicht mitnehmen, "es nehmen nicht alles airlines Tiere mit". Welch Erkenntnis! Das war schon immer so - nicht jede airline nimmt Tiere mit. Meine Güte, zum TA, Tollwut impfen, zum Datum darf ich hier nicht weiter ausführen. Airline suchen die Tiere mitnimmt, im ausländischenLabor Bluttest machen lassen. Schaffe ich in 10 Tagen, notfalls mit (bezahlter) Hilfe. Das Leben kann durchaus einfach sein. Aber typisch deutsch: es wird nur gejammert was alles nicht geht.
Hatte ich schon erwähnt dass ich schon immer hier weg wollte?
