Milo + Jerry

28.06.2019: die beiden Clowns sind zusammen von der Pflegestelle aus Bulgarien zu uns gekommen. Wir waren uns nicht sicher ob Milo und Jerry wirklich gute Freunde sind und haben die einfach gut im Auge behalten. Und ja es sind gute Kumpel, und nicht nur das. Die beiden sind in Ihrem Verhalten uns Menschen und auch den anderen Miezen gegenüber sehr, sagen wir „speziell“. Jerry ist für uns Zweibeiner eine super aufmerksamkeits bedürftige Fußfalle, wir stolpern jeden Tag über diesen lustigen Kerl mit dem wir nie genug schmusen können. Milo will immer mit uns spielen und raufen. Das Katzenkrallen und Menschenhaut nicht die beste Kombi sind haben beide noch nicht so ganz verstanden, wir arbeiten daran und langsam werden die etwas vorsichtiger. 

Milo und Jerry respektieren sich, mögen sich, und genießen auch die Nähe zueinander. Zu anderen Katzen sind die beiden gerne mal echte Bullys, Rüpel, Stinkstiefel, na ja Du weißt schon was wir meinen. Zueinander sind die immer nett, oder es ist rein spielerisch. 

Besonders in Situationen wo beide etwas nicht kennen oder es ihnen Angst macht, hocken die ganz schnell zusammen. Also werden wir die beiden nie trennen.

 

Leider sind beide noch nicht fit genug, das wir sie online setzten können um ihnen ein Zuhause zu suchen. Beide haben seit Ihrer Ankunft bei uns Durchfall. Es wird langsam besser, ist aber noch weit entfernt von gut. Bevor der Durchfall nicht aufhört und auch nicht wiederkommt ist an eine Vermittlung nicht zu denken. Die nächsten Wochen werden zeigen ob die Behandlung weiter funktioniert.

 

Milo:  Unsere Tierheilpraktikerin, die selbst gelähmte Katzen hat und hatte und Tierärzte haben sich Milo angeschaut, getestet, untersucht. Der kleine freche Kerl hat Allen bei den Untersuchungen eine geknallt und fand das alles total doof. Die Meinung aller und auch unsere Beobachtungen sind eindeutig, es gibt keine OP oder Behandlung, die ihm helfen könnte seine Hinterbeine wieder vollständig zu kontrollieren. Er hat definitiv Nervenschädigungen, wodurch er nicht ausreichend Kontrolle über seine Hinterbeine hat um laufen zu können. 

Wir konnten schnell feststellen das er im rechten Bein weniger Kraft und Gefühl hat als im linken. Sein linkes Hinterbeinchen hat auch stärker ausgebildete Muskeln. Da Katzen aufgrund Ihrer „Bauart“ es als viel leichter empfinden mit den Hinterbeinen über den Boden zu rutschen als sich die Mühe zu machen zu humpeln und Milo rechts wirklich kaum Kontrolle hat, wird er wohl für immer so bleiben wie er jetzt ist. Er bekommt natürlich homöopathische Unterstützung und extra Vitamine die bei solchen Lähmungen helfen können. Aber das er jemals richtig laufen kann erwartet niemand.

Selbst wenn wir die Zeit hätten mit ihm jeden Tag 2-3 Stunden laufen zu üben, würde es wahrscheinlich wenig bis gar nichts bringen. Und das findet der kleine Kerl richtig doof, macht nicht mit und wehrt sich. 

Das ist aber auch kein Grund für Mitleid, der kleine Kerl kommt so wie die meisten Katzen mit so einem Handicap super klar, er kann überall rauf klettern, kommt auch wieder überall runter, ist mega schnell und sein Fell schützt ihn an den Hinterbeinen sehr gut vor Schürfwunden. Wenn man Milo das erste mal sieht, ist es für die meisten ein schlimmer Anblick. Milo ändert diesen Ersteindruck bei den Menschen dann ganz schnell wenn er super schnell vom Kratzbaum klettert, schmusen kommt und dann wie der Blitz abhaut um eine Fliege zu jagen (die er auch oft fängt, igitt). Und den anderen Miezen gegenüber kann er sich sehr gut behaupten wenn es sein muss, wir müssen ihn sogar oft bremsen wenn er im abgesicherten Garten wieder irgendeiner ahnungslosen Mieze nur aus Spaß hinterher jagt.

  

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